GENDERJUGEND
«Zürich – Berechtigte Arroganz» stand in Frakturschrift auf dem Kapuzenpulli einer jungen Frau. Mir war unklar, wie viel Ironie da mitschwang und in welcher Subkultur der Spruch zu verorten war.
mehr...«Zürich – Berechtigte Arroganz» stand in Frakturschrift auf dem Kapuzenpulli einer jungen Frau. Mir war unklar, wie viel Ironie da mitschwang und in welcher Subkultur der Spruch zu verorten war.
mehr...Humor ist nicht unbedingt das, was man eine deutsche Kernkompetenz nennt. Eine gute Portion davon scheint jedoch Stefanie Berk zu besitzen, Vorständin bei der DB Fernverkehr AG. Sie gab einer grossen Zeitung ein langes Interview,...
mehr...Jedes Jahr nehme ich mir fest vor, dass die erste Kolumne des Jahres nicht von Vorsätzen für das neue Jahr handelt. Denn diese Thematik ist – so hehr sie daherkommen mag – verbraucht und langweilig, ja so richtig abgeschmackt.
mehr...«Ein jeder Chef hat einen Lieblingsmitarbeiter oder eine Lieblingsmitarbeiterin, ich weiss das, weil: Ich hab ja auch einen Chef.» – «Aha.» – «Und du, liebes Velo, bist mein Lieblingsmitarbeiter, noch vor dem Plattenspieler und dem Kochherd. Noch vor dem Auto und dem Rotweinglas.»
mehr...In eine Jury berufen zu werden, ist immer eine Ehre, und so nahm ich es auch nicht auf die leichte Schulter, als wir an einem kalten Samstagnachmittag ein Sitzungszimmer im Fernsehstudio betraten.
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Es war kurz nach Mitternacht, als ich sie sah. Halb im Lichteiner Strassenlaternestandsieaneiner Strassenecke an eine Mauer gelehnt, als wäre sie betrunken und suchte Halt für einen Moment, bis es weiterging auf ihren drei dünnen Beinen:
mehr...Eigentlich wollten wir nach Venedig reisen, für ein Wochenende, Gründe dafür gibt es ja genug; aber leider gibt es ebenso viele Gründe, die dagegensprechen. Und je länger wir zuwarteten mit dem Buchen der Reise, desto ausgebuchter wurden die Zugverbindungen und Hotels
mehr...«Zum Kuckuck», dachte ich, «das kommt mir spanisch vor!» Ich las gerade über einen Vogel namens Vierflügelkuckuck – bis dahin hatte ich nichts gewusst von Vögeln mit vier Flügeln.
mehr...Erst dachte ich, die Atomkraftwerke würden Ende Jahr abgestellt, doch ich hatte mich verhört. Die Frau im Radio sagte nicht AKW, sondern UKW. Man stelle um auf modern und digital, also DAB+.
mehr...Ein jeder Tag beginnt mit einem Blatt Papier. Es liegt auf dem Frühstückstisch. Darauf habe ich am Vortag all die Dinge notiert, die zu erledigen sind, am besten subito oder zumindest im Laufe des Tages.
mehr...Das Schreiben ist ein einsamer Beruf, insbesondere wenn man an einem Buch arbeitet. Man sitzt von früh bis spät am Bürotisch und starrt in den Bildschirm – vor allem aber ist man die ganze Zeit über in seinem eigenen Kopf und kramt in seinen Gedanken.
mehr...Die Geschichte geht so: Ein Mann, nicht mehr richtig jung, aber auch noch nicht wirklich alt, genauer gesagt achtundzwanzig, er fährt morgens um vier auf der Autobahn, in Italien, irgendwo in der Nähe von Neapel.
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Ich war müde von einem dieser harten Arbeitstage, wurde aber abends ins Konzert geschleppt, Gustav Mahler, die 7. Sinfonie, ein Werk, welches nicht grundlos eher selten aufgeführt wird, steht es doch arg im Schattenwurf der ausdrucksstarken 6. und 8. Sinfonie.
mehr...An einem Tag im Herbst vor neunzehn Jahren betrat ich mit einer Frau am Arm das Zimmer mit dem grossen, leuchtenden Glasscheibenbild von Augusto Giacometti und dem kleinen, dunklen Gemälde von Marc Chagall mit dem Titel «Fiancés».
mehr...In Luzern gibt es Bestrebungen, ein Getränk namens Kafi Luz als kulinarisches Weltkulturerbe schützen zu lassen. Konkret heisst dies für den heissen Mix aus dünnem Filterkaffee, Zucker und Fruchtbrand:
mehr...Es gibt einen Schmerz, den nicht alle Menschen kennen. Er steckt unter dem Nagel des Zeigefingers oder Daumens der dominanten Hand, je nachdem, wie man an die Sache heranzugehen pflegt.
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