SUBARUS DER LÜFTE
«Zum Kuckuck», dachte ich, «das kommt mir spanisch vor!» Ich las gerade über einen Vogel namens Vierflügelkuckuck – bis dahin hatte ich nichts gewusst von Vögeln mit vier Flügeln.
mehr...«Zum Kuckuck», dachte ich, «das kommt mir spanisch vor!» Ich las gerade über einen Vogel namens Vierflügelkuckuck – bis dahin hatte ich nichts gewusst von Vögeln mit vier Flügeln.
mehr...Erst dachte ich, die Atomkraftwerke würden Ende Jahr abgestellt, doch ich hatte mich verhört. Die Frau im Radio sagte nicht AKW, sondern UKW. Man stelle um auf modern und digital, also DAB+.
mehr...Ein jeder Tag beginnt mit einem Blatt Papier. Es liegt auf dem Frühstückstisch. Darauf habe ich am Vortag all die Dinge notiert, die zu erledigen sind, am besten subito oder zumindest im Laufe des Tages.
mehr...Das Schreiben ist ein einsamer Beruf, insbesondere wenn man an einem Buch arbeitet. Man sitzt von früh bis spät am Bürotisch und starrt in den Bildschirm – vor allem aber ist man die ganze Zeit über in seinem eigenen Kopf und kramt in seinen Gedanken.
mehr...Die Geschichte geht so: Ein Mann, nicht mehr richtig jung, aber auch noch nicht wirklich alt, genauer gesagt achtundzwanzig, er fährt morgens um vier auf der Autobahn, in Italien, irgendwo in der Nähe von Neapel.
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Ich war müde von einem dieser harten Arbeitstage, wurde aber abends ins Konzert geschleppt, Gustav Mahler, die 7. Sinfonie, ein Werk, welches nicht grundlos eher selten aufgeführt wird, steht es doch arg im Schattenwurf der ausdrucksstarken 6. und 8. Sinfonie.
mehr...An einem Tag im Herbst vor neunzehn Jahren betrat ich mit einer Frau am Arm das Zimmer mit dem grossen, leuchtenden Glasscheibenbild von Augusto Giacometti und dem kleinen, dunklen Gemälde von Marc Chagall mit dem Titel «Fiancés».
mehr...In Luzern gibt es Bestrebungen, ein Getränk namens Kafi Luz als kulinarisches Weltkulturerbe schützen zu lassen. Konkret heisst dies für den heissen Mix aus dünnem Filterkaffee, Zucker und Fruchtbrand:
mehr...Es gibt einen Schmerz, den nicht alle Menschen kennen. Er steckt unter dem Nagel des Zeigefingers oder Daumens der dominanten Hand, je nachdem, wie man an die Sache heranzugehen pflegt.
mehr...Stundenlang hingen wir an Baustellen rum, schauten zu, wie Bagger baggerten und Presslufthämmer presslufthämmerten, das Kind im Buggy wollte nie mehr weg, die Hände auf die Ohren gepresst, wegen des Lärms, die Augen geweitet
mehr...Ich stand an der Supermarktkasse und überlegte, was der Kunde vor mir wohl zum Abendessen zaubern würde. Auf dem Förderband der Kasse lagen:...
mehr...Es gibt Worte, die klingen schrecklich und ungelenk. Und es gibt Worte, die klingen wunderbar und süss. Zu den uneleganten Worten gehört eines, welches ausgesprochen klingt, als habe man schon mehr als ein Bier intus...
mehr...Mehr als zwei Monate ist es nun her, dass die Blitze kamen und der Donner, der Regen im Misox niederging, so gewaltig und lange wie vielleicht nie zuvor. Was die fatalen Folgen waren, erfuhr man aus den Medien.
mehr...Ich versuchte, den Bildausschnitt so zu wählen, dass das Sujet meines Handyfotos aussah, als wäre ich an einem anderen Ort. Das Sujet: das zwischen Zürichund Greifensee auf der Pfannenstielkette gelegene Forchdenkmal
mehr...Das Tolle an den Olympischen Spielen war auch: Es gab so viel Sport, dass die Fernsehanstalten gar nicht alles zu kommentieren imstande waren, was sie da in ihren Livestreams übertrugen, zum Beispiel Surfen im Aussenarrondissement Tahiti morgens um zwei hiesige Zeit.
mehr...Es gibt Worte, zu denen man eine besondere Beziehung hat. Ein solches Wort ist bei mir «Nachttisch», denn in meinem Erstlingsroman («Wir kennen uns doch kaum») schlich sich ein Druckfehler ein, genauer ging ein Konsonant verloren, als ich ein Schlafzimmer beschrieb.
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